Gedichte und Lyrik von 1990 bis 1995


Einsamkeit

Allein mit mir
in meiner Welt.
Stille trotz des Lärms.
Einsam trotz der Menschen.
Innere Zufriedenheit,
innere Leere.
Ständig wechselnd.
Hab soviel zu sagen,
auch ohne zu sprechen.
Keiner hört zu.
Meine Schuld?



Gedanken

Gedanken, ich hab sie,
ich mache sie mir.
Ich gebe ihnen Gestalt.
Weit voraus sind sie oft,
kaum erkenn’ ich sie noch,
doch geben sie mir Hoffnung und Halt.




Das wahre Gesicht

Lachen gekünstelt,
Freude gespielt,
Optimismus ist nur vorgetäuscht.
Die Wahrheit verborgen
hinter tausend Schleiern.
Die wahren Gefühle werden weggescheucht.
Vorm Gesicht eine Maske,
die Menschen sind falsch.
Entscheidend ist der Schein.
Sie spielen das Spiel,
das sich Leben nennt,
und sehen die Wahrheit nicht ein.



Blutige Religion

Eine Tat, mit Blut befleckt,
gerechtfertigt durch eine höhere Macht,
ist nicht vielmehr wert,
als der Kot eines Hundes.
Der Glaube des Menschen ist mächtig,
so heißt es.
Doch ohnmächtig ist man
gegen blutige Macht.



Verlogene Wahrheit

Zwischen tausend Lügnern
wird man den einen,
der die Wahrheit spricht,
nur schwerlich finden.
Hat man ihn dennoch,
sagen die anderen,
er sei einer von ihnen.
Stimmt er zu,
um nicht aufzufallen,
ist die Wahrheit am Arsch.


Weitere Gedichte und Texte aus frühen Jahren folgen ...

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